Der Bodensee immer links. (Umwanderung – August 2013)


 

Der Bodensee immer Links - Cover

Aus rechtlichen Gründen sind die Erzählungen nicht mehr online auf meinem Blog !!!

Aber mein Erstlingswerk ist auf Amazon mittlerweile als eBook und als Printbook erhältlich. 🙂

Nachgefragt: Kai Peter Jasny

20150726_211111

 

Kai Peter Jasny

Jahrgang 1973

Geboren in Freiburg im Breisgau

Im Februar 2016 hat Kai Peter Jasny sein Erstlingswerk ´Der Bodensee immer links´ veröffentlicht. Ein Bericht zu seiner Bodenseeumwanderung im Sommer 2013. 2015 pilgerte er auf dem Camino Francés, dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela. In einem Interview mit Kai Peter Jasny habe ich ihn zu seinen Beweggründen, seiner Motivation und zu seinen weiteren Vorhaben befragt.

 

Storykiste: Hallo Kai. Anfang 2016 hast Du Dein „Erstlingswerk“ ‚ Der Bodensee immer links‘ veröffentlicht. War es 2013 die erste Fernwanderung für Dich oder warst Du bereits ein erfahrener Wandersmann?

Jasny: Moinsen, gewandert bin ich zuvor nur Tagestouren. Es war meine erste Wanderung über mehrere Tage. Los gezogen bin ich mit meinen sieben Sachen, aber ohne Zelt. Hotel oder Pensionsaufenthalte gab es bei der Umwanderung des Bodensee nicht.

Tagestouren in den Alpen, auf Korsika und in verschiedenen Nationalparks in Kroatien, das waren meine ersten Touren.

Storykiste: Das hört sich danach an, als hättest Du die Bodensee-Umrundung nicht großartig geplant? Also Rucksack auf und los oder hattest Du vorher schon feste Ziele ins Auge gefasst?

Jasny: Ich habe mein altes leben als Fabrikarbeiter gekündigt. 16 Jahre als CNC Maschineneinrichter im Zweischichtbetrieb ließ ich hinter mir. Die Trennung im März 2013 durch meine damalige Freundin war für mich sehr heftig, so das ich mich und mein Leben hinterfragte. Dann beschloss ich mit fast 40 Jahren den Industriemeister Metall auf der Vollzeitschule zu machen. Wohnung und Job gekündigt und einen / meinen Neuanfang in Freiburg im Breisgau geplant. 13 Tage lang hatte ich kein Zuhause bis es in Freiburg dann weiter ging. Diese Zeitspanne nutze ich um als Brücke zum Neuanfang zu Fuß ca. 280 km um den Bodensee zu laufen. Am 1. August 2013 ging es los. Ich wollte am 10. August an der Klosterkirche Birnau bei Überlingen das Seenachtsfest zu Konstanz sehen. Und dauraufhin kam ich zum Startort Ludwigshafen und die Wanderrichtung stand somit fest. Der Bodensee immer links von mir. Ausserdem wollte ich ein Mädchen dort an der Basilika treffen ….

Storykiste: Hattest Du die Idee, das Buch zu veröffentlichen bereits an dem Tag, als Du die Haustür hinter Dir zugezogen hast oder ist die Idee zum Buch erst später entstanden?

Jasny: Die Geschichte zum Buch wuchs mit der Zeit. Ich schrieb auf meiner Reise Tagebuch, unter anderem auch im Garten vom Hermann Hesse Museum auf der Höri in Gaienhofen. Dann schrieb ich über den Zeitraum von zwei Jahren auf meinem Blog Erzählungen von der Wanderschaft nieder. Erst auf dem Jakobsweg durch Spanien im Sommer 2015 kam die Vision zum Buch ans Licht. Nach der schweren Zeit des Wiederankommens hier in Deutschland machte ich mich an die Arbeit. Das Erstlingswerk entstand.

Storykiste: Stichwort Jakobsweg: Deine Pilgerreise von St. Jean bis ans Kap Finisterre war mit rund 900 km mehr als 3 mal solang wie die Bodensee-Umrundung. Was waren für Dich die maßgeblichen Unterschiede der beiden Wanderungen?

Jasny: Da hole ich kurz etwas aus. Ich war auf der Suche nach der Liebe im Außen und wollte diese Liebe von einer Frau bestätigt bekommen. Immer wieder ein Wechselspiel aus absoluter Nähe und Distanz. Das brach mir erneut mein Herz und ich musste weglaufen, weglaufen mit dem Wissen, dass ich mich selbst mitnehme. Von dem Mädchen kam der Hinweis mit dem Jakobsweg. Der Unterschied zwischen den beiden Reisen war die lange Distanz und mein Wunsch sehr lange unterwegs zu sein. Wie reagiert mein Körper auf die Belastungen Tag für Tag auf dem Jakobsweg. Und wie gut ist mein Feeling zu den Dingen die ich denke auf dem Weg zu brauchen. Es war letztlich die beste Weise mich und mein Herz zu verbinden und den Reichtum der Liebe in mir selbst zu finden.

Storykiste: Dem Jakobsweg sagt man nach, dass gerade ´er´ dazu geeignet ist, in die eigene Seele zu blicken, Probleme mit sich selbst auszumachen, sich selber die Frage zu beantworten, wie es im Leben weitergehen soll. Wie denkst Du darüber? Meinst Du, dass Du die Erfahrung, die Du auf dem Camino gemacht hast, auch auf jedem anderen Wanderweg (mit der entsprechenden Distanz) hättest gewinnen können?

Jasny: Nach erfolgreich abgelegter Prüfung zum Industriemeister Metall im Frühjahr 2014 gönnte ich mir im Sommer einen Monat Auszeit auf Korsika. Dort nahm ich alleine den berühmten Fernwanderweg GR 20 in angriff. Auch diesen meisterte ich. Dabei kam das Vertrauen zu mir und zu meinem Körper mir näher. Der Jakobsweg verändert einen für immer, wenn man bereit dazu ist. Ich gehe davon aus, dass er mich rief und diesem Ruf folgte ich letztlich. Der ganze Weg ist von sehr viel Energie geprägt. Mir kam es so vor dass die Pilger einen Teil auf dem Camino von sich zurück lassen. Auf anderen Wanderwegen habe ich meinen Weg nicht so deutlich gespürt. Ich hatte Tage, da ist alles an Emotionen in mir aufgetaucht. Ich konnte das Weinen und das Fluchen gleichermaßen gut annehmen. Ich hatte einen Tag da habe ich meine Last in Form von Rucksack mit Zelt daran 18 Kilometer ohne Pause getragen. An diesem Tag reiste ich in meine Vergangenheit und in meine Zukunft. Dann zentrierte ich mich wieder im Jetzt. Der Jakobsweg ist sehr spirituell und das Begegnen mit Menschen aus der ganzen Welt ein Traum. Ich lernte viele Pilger kennen und schätzen. Und ich durfte mich, den Kai ohne Maske sehen und lieben lernen. Das geht wohl nur auf dem Camino.

Storykiste: Deine Euphorie ist nicht zu übersehen! Auch scheint Dich das Schreibfieber gepackt zu haben? Du arbeitest derzeit an Deinem zweiten Buch – ein Buch über Deinen Jakobsweg. Kannst Du uns schon etwas verraten, in welche Richtung das Buch geht?

Jasny: In der Zeit in Spanien habe ich mir täglich mehrmals die Zeit genommen zwei Tagebücher mit Notizen zu füllen. Das Hauptaugenmerk werde ich selbst – mit dem Umgang meines gebrochenen Herzens sein. Dazu kommen die zwischenmenschlichen Begegnungen und das was der Weg mit mir machte. Außerdem hatte ich schon ziemlich früh die Eingabe mehrere Ende ins Buch einzubauen. Das spirituelle Tagebuch wird zu einem Roman oder so … mehr wird nicht verraten

Storykiste: So mancher auf dem Jakobsweg wird vom Camino-Virus infiziert. Wie ist es bei Dir? Wirst Du zurückkehren auf den Weg nach Santiago oder hast Du bereits andere Zukunftspläne geschmiedet, was das Wandern angeht?

Jasny: Zuerst einmal steht das Sesshaft werden auf meinem Plan. Ab April habe ich wieder eine fast eigene Wohnung und damit den Raum um ungestört an meinem 2. Buch „900 km Jakobsweg Punkt.“ zu arbeiten. Ausserdem brauche ich einen Plan B oder C … meine Ersparnisse sind mittlerweile aufgebraucht und auf Staatskosten möchte ich nicht leben. Eine Arbeit die mir Spaß macht und übergangsweise meine weitere Schreiberei finanziert. Dann und wann träume ich von der Dame meines Herzens und mit ihr könnte ich mir das pilgern auf dem Camino del Norte vorstellen. Den portugiesischen Jakobsweg möchte ich auch einmal gehen. Ich glaube vom Pilgervirus bin ich wirklich erfasst. (Lach)

Storykiste: Wenn Du 3 Wünsche frei hättest, die jedoch der Allgemeinheit, unserer Umwelt, zugute kommen müssten und nicht nur Dir persönlich. Wie würden sie lauten?

Jasny: Ganz einfach und sehr schnell kam der ausschlaggebende Impuls dazu:

Ich wünsche unserer Welt

  • mehr Liebe,
  • mehr Gesundheit
  • und Frieden.

Storykiste: Lieber Kai! Dem habe ich nichts hinzuzufügen. Ich danke Dir für das Interview und wünsche Dir für Deine persönlichen Vorhaben alles Gute und viel Erfolg mit Deinen Büchern.

© Storykiste: 20.02.2016

 

0.) Beweggründe und Motivation zur Umwanderung.

1.) Einleitung.

2.) Die Anreise zum Bodensee am Donnerstag, den 01. August 2013.

3.) Erster Wandertag.

4.) Zweiter Wandertag.

5.) Auf der Höri – rund um Gaienhofen.

6.) Der Schweizer Junge mit der Badi.

7.) Erfüllung eines Kindheitstraum.

8.) Begegnung mit Brasilien.

9.) Augusthitze.

10.) Vorbild: „Schweiz“

11.) In Romanshorn.

12.) Dienstag, den 06.08.2013 (Original Abschrift aus dem Reisetagebuch)

13.) Die Frau die Mantras sang.

14.) Begegnung mit Wandersleute.

15.) Vor dem Gewitter im Yachthafenbistro.

16.) Kleingeld und Durst.

17.) Die Kaffeefee vom Bodensee.

18.) Die Nacht der Erzählungen. (Tag 8 meiner Wanderung um den Bodensee)

19.) Wandertage im Regen sind: „Pfuitage!“

20.) Der Pizzamann zu Meersburg.

21.) Lichtblick Leiterwagen.

22.) Die Nacht am Seeufer.

23.) Die Ankunft an der Basilika Birnau.

24.) Straßenmusiker in Überlingen.

25.) Schneckentempo.

26.) Ruhetag, letzte Etappe und die Heimreise.

27.) Epilog.

28.) Bonusgeschichten. (4 an der Zahl)
 

Advertisements

2 Gedanken zu “Der Bodensee immer links. (Umwanderung – August 2013)

  1. „Der Bodensee immer links.“

    Der Autor und Wanderer Kai Peter Jasny nimmt den Leser in seinem Erstlingswerk „Der Bodensee immer links“ mit auf seine Umwanderung des Bodensees. Authentisch erzählt er von seinen Beweggründen für den Reiseaufbruch, was ihn während seiner Wanderung stets motiviert und ihn weiterlaufen lässt sowie seine Zeit unmittelbar danach. Die Schilderung seiner Erlebnisse, persönlichen Erfahrungen und vor allem auch seiner Bekanntschaften, die sich während seiner Wanderung spontan ergeben haben, sind stets überraschend und herzlich, wodurch ein großer Fokus auf zwischenmenschliche Beziehungen und Selbstverwirklichung gelegt wird. Die kurzen und prägnanten Erzählabschnitte lassen sich leicht lesen und die Intention des Autors wird dadurch und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, schnell begreifbar und sehr ansteckend. Vorsicht, vielleicht werden auch Sie nach der Lektüre überzeugter Wanderer und erfüllen sich endlich Ihren Herzenswunsch!

    Klappentext von Denise Müller

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s