Die drei „G“ von „900 Km Jakobsweg Punkt.“


Gute Nacht und ein paar meiner drei „G“ noch vom Smartphone aus …

– Gefühle
– Gedanken
– Geschichten …

In den verschiedenen Foren zu den Jakobswegen taucht in den letzten Tagen immer wieder die Frage zum optimalen Rucksackgewicht auf. Menschen die schon einige male wandern waren wissen um die Last auf ihren Schultern. Das Gelände und die Länge der Reisezeit spielt eine entscheidende Rolle. Laufe ich 200 Kilometer durch die Berge und habe wenig Möglichkeiten zum Vepfegung einzukaufen. So ist das Teil auf meinen Schultern deutlich schwerer. Zelt, Kocher usw. Auf dem Camino Francés braucht man dies nicht. Ausser man hat den ultimativen Wunsch noch freier unterwegs zu sein. Ich hatte ihn. Was ich jedoch nicht mehr auf einen Camino mitnehmen würde ist meinen 3 Liter Trinkbeutel. Auf dem französischen Weg gibt es sehr viele Möglichkeiten Wasser aufzufüllen. Leere 1/2 PET Wasserflaschen rauchen vollkommen aus. Wiederholungstäter sind Optimierer, gut so, dass steht völlig im Zeichen des eigenen Weges. Uns weniger ist … meist mehr. 😉

Meine persönliche Erfahrung ist diese hier, ich hatte mit Leichtbauzelt über 13 Kilogramm dabei. Bei 202 cm Körpergröße und ungefähr 100 Kilogramm hatte ich für meinen kleinen Plan ans Ende der Welt zu pilgern alles nötige dabei. Obwohl ich die gute Regenkleidung nicht einmal anzog. Das hätte auch anderes sein können. Egal.

„Man(n) und Frau lernen durch des Weges gehen. 😉

Mal ganz arg ehrlich … ob 6,5 oder 9,3 Kilogramm spielt das eine wirkliche Rolle auf dem Weg? … die Kommas eh nicht!

Jeder Mensch und jeder Pilger macht sich mit dem ersten Schritt auf, auf den ganz eigenen Weg / Lebensweg. Und dieser beinhaltet Lernaufgaben, dies bis zum Lebensende. Soviel ist mir klar und gewiss. Nach den ersten Tagen auf meinem Camino sah ich immer wieder am Wegesrand zurück gelassene Kleidung und Schuhe. Zurückgelassen aus Gewichts- Balastgründen. Mit der Hoffnung, dass diese Sachen jemand gebrauchen kann.

Das schöne des Weges ist doch letztendlich seine Güte zu uns. Wir werden aufgefordert unsere getragene Last zu prüfen. Dies teilweise schmerzvoll, mit der Lektion zum aus den Schmerzen zu lernen. Der Weg lehrt uns Dinge und Menschen loszulassen. Gut so.

Ich fühle gerade die Worte meiner kleinen geliebten neu gewonnenen Schwester aus Litauen. (Wir hatten heute kurz uns geschrieben) Sie sprach zu mir:

„Das was du im Kopf hast darfst du auf deinem Weg loslassen.“

„Das was du in deinen Händen hältst, gib es her, festhalten ist eine falsche Art der vermeintlichen Sicherheit.“

Und das was auf deinem Weg zu dir kommt … halte an den dir geschenkten Momenten fest! Mehr ist nich zu tun.

Meine drei „G“ … losgelassen in die Nacht.

Buen Camino & ultreia.

Pilger Kai ❤

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