Die Brücke Zukunft.


(Foto: GR 20 Korsika – Brücke über Rau de Spasimata)

Rau de Spasimata

Die Brücke Zukunft.

Manchmal ist der eigene Lebenspfad sehr holprig, steinig und führt bergab ins Tal. Dann wird es dunkel im Wald, viele Schatten versuchen dem Wanderer auf seiner Reise Angst einzuflößen. Der Körper – mit samt Seele wird müde und schwach. Die Gefahr zu stolpern und hinzufallen nimmt deutlich zu. Fast schon zwanghaft versucht er hellwach zu bleiben, um die Stolperstellen  zu erspähen. Vorsicht auf ganzer Linie ist geboten!
Dann taucht wie aus dem Nichts eine Brücke am Waldrand auf und ein neuer Funke Hoffnung erhellt das Gemüt. Das Kopfkino beginnt von neuem all die Lebensfragen ablaufen zu lassen:

„Was erwartet mich auf der Brücke der Zukunft?“
„Was für ein Weg wartet auf der anderen Seite auf mich?“
„Geht es dort bergauf oder bergab?“

usw.

Auf der einen Seite steht eine Tafel mit der Inschrift: „Zukunft!“

Auf der anderen Seite steht eine Tafel mit der Inschrift: „Vergangenheit!“

Als die müden Beine den Wanderer näher an die Brücke tragen, erkennt er eine weitere Gefahr. Die Brücke sieht sehr wacklig aus. Muss ich da wirklich rüber oder gibt es noch weitere Wege? Umwege?
Kopfkino höre bitte auf! Kopf lass das und zeige mir die Schönheit des Pfades, lass mich die Schönheit des Weges spüren. BITTE!!!

Wagnis, der erste Schritt auf die Brücke fühlt sich noch seltsam an … die  Unsicherheit zeigt ihr Gesicht.
Der zweite Schritt bringt ein neues Gefühl hervor, dass des Dranges weiter zu gehen und nicht mehr auf die Tafel – Vergangenheit zurück zu blicken.

Und Plötzlich verändert sich alles, die Hoffnung kehrt in großen Schritten zurück. Wunderbar.

Beim erreichen der Mitte der Brücke, schaukelt diese sich auf. Die Angst des Wanderers hört man am Kettenklappern. Dem Wanderer zieht sich sein Magen zusammen, ihm, wird schlecht! Ohne die Last seines Hab und Gutes, auf den Schultern wäre es über die Brücke ein Spaziergang, über die Brücke Zukunft. So aber, ist und bleibt es eines, sein persönliches Wagnis …

Die Frage: „umkehren oder weiter gehen …“ Vergangenheit oder die ungewisse Zukunft …

Der Wanderer sucht seinen Mut. Ein Zitat hilft ihm dabei weiter zugehen:

„Wurzeln sind für die EINEN Stolperfallen, für die ANDEREN der Halt!“

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3 Gedanken zu “Die Brücke Zukunft.

  1. Gut beschrieben, auch die Zweifel und Unsicherheiten, die einen dabei befallen, die Schwere und Last, die man mitschleppt..und doch geht es voran…

    Auf meinem Kalender steht heute:
    ‚Selbst ein Weg von tausend Meilen beginnt mit einem Schritt.‘ (aus Japan)

    🙂

    1. Liebe Ariana,

      Dankeschön für Deinen Kommentar! In diesem Text spiegelt sich vieles aus meiner persönlichen Geschichte wieder. Dies ohne zu verraten, was ich und meine Seele betrachten. Ich bin so was von gottfroh und Dankbar, dass ich das Schreiben in mein Leben gelassen habe. Ich habe mir bis weit über 20 eingeredet, Kai, du kannst nicht schreiben …
      Es gibt Wunder!

      Bei mir steht heute in der Zitatensammlung auf meinem Schreibtisch:

      „Tue das, wodurch du würdig wirst, glücklich zu sein.“
      (Immanuel Kant)

      Liebste Grüße – Kai ;o)

  2. Ja Kai, sei froh und dankbar, das kann ich gut nachvollziehn, kenne es auch von mir. Schreiben befreit, setzt etwas frei, was tief in unserer Seele schlummert…

    Das Zitat von Kant gefällt mir. 🙂

    Herzliche Grüße Ariana

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