NIEMALS GEWALT – „Astrid Lindgren“

2009 September 18

ÜBER DEN FILM

Seit Astrid Lindgren 1978 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhielt, sind inzwischen mehr als 30 Jahre vergangen. Die Rede, die sie damals hielt, hat bis heute allerdings nichts an Aktualität verloren. Und mit ihr die kurze Geschichte über die Unsinnigkeit von Gewalt in der Erziehung.

Aufdembrinke war es besonders wichtig, den Blickwinkel des Kindes einzufangen um den Zuschauern ins Gedächtnis zu rufen, wie Gewalt als Erziehungsmittel von Kindern wahrgenommen wird und dass diese mit ihrer Empfindung genau richtig liegen.

„Wie Lindgren so richtig sagte hängt unsere Zukunft von dem ab, was unsere Kinder heute erfahren. Wenn ein Kind Gewalt erlebt nimmt es diese als Normalität hin, und wird sie deshalb auch weitergeben. Die Zukunft liegt in den Händen unserer Kinder. Erst wenn sie Gewalt als etwas Fremdes erleben, können wir auf eine friedvolle Zukunft hoffen“ erklärt der junge Regisseur sein Engagement.

„Niemals Gewalt“ ist ein Film, der berührt. In seiner ersten Rolle entpuppte sich Justus Herold als schauspielerisches Naturtalent. Noémi Besedes überzeugt als von den gesellschaftlichen Normen verunsicherte Mutter und Angelika Thomas als konservative Nachbarin. Der Film kommt mit wenigen Worten aus. Die beeindruckenden Bilder von Lilli Thalgott schaffen zusammen mit der Musik von Oliver Heuss eine packende und spannende Interpretation der Geschichte.

Produziert wurde der Film von der DAGO Kinderlobby e.V. mit Unterstützung der Deutschen Liga für das Kind in Familie und Gesellschaft e.V.. Beide Organisationen setzen sich seit Jahren nachhaltig für die Rechte und Belange von Kindern bzw. jungen Menschen ein. Denn obwohl „körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen…“ seit dem Jahr 2000 nicht mehr zulässig sind (§1631 BGB Abs.2) gehören sie nach wie vor zum Erziehungsalltag – vor allem, was die seelischen Verletzungen und entwürdigenden Maßnahmen betrifft…

http://www.niemals-gewalt.de

http://dago-kinderlobby.de

http://aufdembrinke.de

  1. 2009 November 3
    Sternenstaub Permalink

    Lieber Kai!

    Dieser Kurzfilm ist wirklich beeindruckend und birgt so vieles in sich… Es ist eine Kunst mit so wenigen Minuten und einfachen und doch aussagekräftigen Mitteln so viel Wahres, Verborgenes, Eindrückliches darzustellen und auszusagen!
    Die Kameraeinstellungen haben mir auch verdammt gut gefallen :)
    Absolut genial fand ich den kleinen Jungen, der von dem Laien Justus Herold voll überzeugend dargstellt wurde!

    Schöne Abendgrüße,
    Sternenstaub

    • 2009 November 4

      Liebe Sternenstaub,

      vielen lieben Dank für den ersten Kommentar zu diesem mir sehr wichtigen Thema.
      Ich kenne den jungen Filmemacher aus Hamburg persönlich, und ich schätze seine Arbeiten mit dem Medium Film sehr.
      Dein Kommentar habe ich als STICKY gepostet, falls es dir nicht recht ist, schreibe mir bitte eine Mail.

      Liebste Grüße,

      Kai

      • 2009 November 6

        Ich schaue so was generell nicht gerne an, wenn der Titel schon das Gegenteil dessen benennt, was er eigentlich möchte/sollte.
        Das mit der Verneinung klappt eben nicht.
        kein KRIEG
        keine GEWALT
        keine DROGEN
        usw
        das bewusstsein ist sofort auf das ausgerichtet, was die macher eigentlich ja verneinen.
        wenn ich gegen gewalt bin, bin ich dann für liebe? wenn ich für liebe bin, dann kann ich ein für die liebe kurzfilm drehen. dann sieht man das und freut sich. anderenfalls ist die regel, dass diese videos einen faden beigeschmack haben, und ich mag mich nicht freiwillig mit schwere füttern.
        also der titel des videos sorgt dafür, dass ich gar nicht erst anklicke

      • 2009 November 6

        Hi,

        kein Krieg, keine Gewalt, keine Drogen, das klingt eher nach Verboten.
        Und was man den Menschen verbietet, da machen sie genau das Gegenteil, meist.
        Der Titel stammt ja aus der Rede von Astrid Lindgren 1978 bei der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels.
        Die Geschichte wurde jetzt halt in einem Kurzfilm aufgearbeitet. Der Film bzw die Rede sind ja an das Bewusstsein der Menschen gerichtet, sie haben Grund zum nachdenken hoffentlich gefunden.
        Ich finde man kann alles so hinstellen wie es einem passt und das ist auch jedem sein persönliches Recht, solange Niemand dadurch zu Schaden kommt.
        Ich verzichte weitgehend auf das Lesen von Tageszeitungen und das schauen von Fernsehen. Diese Schwere brauche ich nicht und meist wird eh das Negative in den Vordergrund gehoben.
        Wo ich aber aufmerksam bin, das ist meine Familie, meine Freunde, also mein direktes Umfeld. Dort habe ich die Möglichkeit etwas zu bewirken, verändern.

        Wo ist Dein Beitrag vom Kaiserschnitt hin? wenn du dich nicht mit Schwere fütterst!?

        Liebe Grüße,

        Kai

        P.S.: keiner muss etwas anklicken, jeder kann.

  2. 2009 November 6

    den hab ich rausgenommen, eben weil die grundschwingung zu mies war.

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