Gasthof Ochsen – Freiburg Zähringen.
Wer einmal dort gespeist hat wird wiederkommen, das steht außer Frage. Es gibt Menschen die würden schweigen und dieses Lokal für sich behalten dar es so schon sehr gut besucht ist. Von Draußen unscheinbar und beim Eintritt erlebt man das erste große Staunen, die Gaststube lebt und zeugt durch ihr Mobiliar aus längst vergessenen Zeiten. Der Kachelofen wird bald wieder einige Gäste wärmen. Jahrzehnte, Epochen spiegeln sich vor dem inneren Auge wieder. Ein Wohlfühlen lässt sich mit dem setzten an einen Tisch nieder. Ich fühlte mich angekommen und trotzdem abgelenkt, vom Trubel und den unterschiedlichen Erscheinungsbildern der Gäste. Ein Platzfragen und das bringen an einen Tisch. Jawohl wir dürfen hier speisen und weiter staunen. Die Wände sind ein Spiegelbild aus noch rauchenden Zeiten, ergilbter Putz, gepaart mit Fotos und Erinnerungen.
Es dauert nicht lange und wir werden von einem jungen Fräulein bedient.
Sie frägt uns – „Wissen sie schon was sie möchten?“ Ja, jeweils ein großes Apfelsaftschorle bitte!
„Möchten sie auch etwas zu speisen?“ – die erneute Frage. Ja – zuerst ein freundliches Nicken, gefolgt von einem zarten Lächeln. Sie dreht sich um und verschwindet hinter dem Tressen.
Unsere Tischnachbarn reden mir zu laut, das mag ich nicht. Ihr bzw unser Tisch ist fast voll mit Platten und einer riesen großen Glasschüssel. Auf den Platten erspähe ich Schnitzel mit Zitronenscheibe. Eine Metallplatte zeigt ihre Bratkartoffeln, hauchdünn geschnitten, goldbraun gebraten. Der Abschuss ist für mich die Bedeckung der Erdäpfel mit feinstgeschnittenen frischem Schnittlauch. Mein Bauch ruft: „JA“.
Meine Begleitung, die mich hier hin führte erzählt mir von heimischen Produkten. Eine Speisekarte gibt es hier nicht. Das Fleisch sei von Bauern aus der Region Freiburg. Der Apfelsaft von den Obstwiesen hier ums Eck.
Meine Begeisterung steigt von 100 auf 120 Prozent.
Unsere Getränke werden freundlich serviert, die junge Frau dreht sich um und geht. Etwas verdutzt blicke ich hier hinterher, erst jetzt werde ich aufgeklärt und promt erscheint ihr Antlitz hinter dem Tressen. Die große Schwenktüre zur Küche ging auf und eine etwas gebückte Frau mit weißen Haaren trat hin vor.
Frau Gehri brauchte etwas bis sie uns am Tische begrüßte. „Was möchten sie speisen?“ Wir haben folgende Speisen zur Auswahl. Sie erzählte etwas von einem Wildgericht und Pfannkuchen, ich glaube in etwas 5 Gerichte zählte Frau Gehri auf. Doch meine Augen entschieden schon längst das Abendmahl.
Schnitzel mit Brägele, sollte es werden, so ist es wenn Mann zuhört … er vergisst einiges …
Blicken, Quatschen, Staunen und Fremdhören (welches mich echt störte) unsere Tischnachbarn hatten köstliches Essen in ihren Bäuchen und auf den Platten. Was machen sie??? Sie reden teilweise über abnehmen …
Unsere Glasschüssel kommt, gebracht von der jungen Bedienung. Randvoll mit Salat aus der momentanen Saison, leicht angemacht mit Essig und Öl Dressing.
Lecker.
Wenn man beim oder am Essen ist vergisst man all zu leicht seine Aussenwelt und an diesem Platz nur gut so. Die Schnitzel wurden gebracht …
Eine kleine Portion bedeutet als Menge 2 Schnitzel, die Große besteht aus 3.
Lecker hat es geschmeckt und ein erneuten Besuch bei Zeiten steht nix im Wege. Die Telefonnummer zur Platzreservierung ist gespeichert.
Zum Zahlen kam sie, die Frau Gehri wiederum persönlich. So wie am Anfang ohne eine geschriebene Speisekarte spazierte sie zeitlos zu uns an den Tisch. In der linken Hand die Rechnung, ein Ausdruck einer moderneren Kasse. In der anderen Hand eine etwas größere Holzkiste und eine Taschenlampe dazu.
Durch ein Handstrecken erreichte mich die humane Rechnung, Preise lass ich mal bewusst weg, hier.
Ich zog mein Portmonnaie und zahlte nur mit Scheinen, jetzt kam die Taschenlampe zum Einsatz und ich verstand die aktuelle Situation.
Ich, Frau Gehri und die geheimnisvolle Holzkiste.
Sie leuchtete hinein und suchte das Wechselgeld in der Holzkasse, das hat Stil.

DANKESCHÖN, für diese super Erinnerungen – FRAU GEHRI!!!
(Kai Peter Jasny)


Kai




Du hast mir das Lokal schmackhaft gemacht, lieber Kai.
Sollte ich einmal in die Gegend kommen..
..grüßt dich Monika
Hallo Monika,
ja mach das auf Jedenfall, es lohnt sich wirklich!
Die Frau Gehri wird sicherlich noch so einige Speisekarten mündlich den Gästen übermitteln, vielleicht auch mal dir!?
Liebe Grüße,
Kai
Ein sehr interessanter Artikel. Sollten Sie noch weitere Informationen haben – wurde ich mich freuen
Guten Tag,
als kleiner Tipp: Google benutzen, mit den Suchbegriffen – Gasthof Ochsen Freiburg Zähringen.
Bis her habe ich keine Zeit gefunden um wieder einmal bei Frau Gehri essen zu gehen. (leider)
Liebe Grüße,
Kai