Ein Buch welches ich … (Zeilen aus meinem alten Blog)

2008 September 27

… in Frankreich zu später Stunde ausgelesen habe.

Es war an einem Wochenende im Sommer des Jahres 2005. Mit Freunden grillten und tranken wir unter freiem Himmel an einem Bergsee im nahen Elsass.
Gegen 24Ur lag ich ziemlich betrunken in meinem Bus und schlief als bald ein.
Wenige Stunden später erwachte ich aus meinem Schlaf und meine damalige Traurigkeit kehrte mit großer Melancholie in mein Leben zurück.
Ich schob die Schiebetür auf und lauschte der Stille. Doch die Unruhe packte mich auch hier zwischen Drinnen und Draußen.
Dann zog ich meine Schuhe an und kletterte von meiner Matratze über den einzigen hinteren Sitz nach Draußen.
Meine Gedanken wichen dem Blick zum Universum. Sie, die Sterne leuchten so einzigartig wie ich es schon lange nicht mehr erleben durfte. Vielleicht lag es auch nur an mir und meinem gesenkten Blick!?
Auf Jedenfall konnte ich zu diesem Zeitpunkt die ganze Schönheit des Himmels in dieser Nacht sehen und spüren.
Ein unglaubliches Gefühl kehrte in mich und meine Organe ein.
Plötzlich viel ein Meer von Sternschnuppen auf mich nieder und ich hatte fast keine Zeit um mir all meine Wünsche auszudenken
und sie auch deutlich und klar gegen den Himmel auszusprechen.
Ich habe keinen Plan wie lange ich dort unter diesem Antlitz stand, waren es Minuten oder Stunden!?
Ich staunte und vergaß die Zeit, alles schlief und es war unheimlich ruhig.
Ein Mann zusammen in einer Nacht mit den Freunden, die Sterne.
Irgendwann bin ich zurück in meinen Bus gestiegen und ich griff fast schon automatisiert nach diesem Werk von Coelho.
Es trennten uns wenige Seiten noch, die Tür zum Sternenhimmel blieb offen.
Ich lass und lass und die Tränen welche zu diesem Meschen Namens Kai gehören liefen und liefen die Wangen runter.
Der Bart war kein wirkliches Hindernis, sie fanden ihre Wege weich und flüssig wie die Flussläufe sich ihr Weg bahnen.
Sie umschlossen die Haarwurzeln und liefen weiter hinab.
Diese gefühlvollen Momente formten ein Herz voller Gefühl und sie vergruben die Macht der Gedanken im See der Tränen.

Ich saß nicht am Fluss und doch spürte ich die volle Intensivität von ihm.

Ein Auszug aus diesem Buch schreibe ich jetzt noch, für mich und für euch!

- Seite 81 -

… wissen, daß es diese Frau, die Göttin, die Jungfrau Maria, die jüdische Shechinah, die große Mutter, Issis, Sophia, Dienerin und Herrin, in allen Religionen der Welt gibt. Sie wurde vergessen, verboten, verborgen, doch sie wurde in den Jahrtausenden bis heute weiter verehrt.
Gott hat zwei Gesichter, und eines ist das Antlitz einer Frau.
Ich blicke ihm ins Gesicht. Seine Augen leuchten und schauen gebannt auf den Nebel vor uns. Ich merke, daß er auch ohne mein zutun weiterreden würde.
Sie ist im ersten Kapitel der Bibel gegenwärtig, als Gottes Geist über den Wassern schwebte, und Er die Feste über den Wassern von der Feste unter den Wassern schied, die Er den Himmel nannte. Das ist mystische Vermählung von Himmel und Erde.
Sie ist auch im letzten Kapitel der Bibel gegenwärtig, wo es heißt:

Der Geist und die Braut sagen: Komm.
Der, der hören kann, sage: Komm.
Der, den es dürstet, sage: komm,
und der, der es will, möge das Wasser des Lebens
umsonst bekommen.

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