“Der Alchimist” von Paulo Coelho
Um Santiago geht es, der als Hirte mit seinen Schafen über die Weiden Andalusiens zieht. Unter einem Maulbeerbaum in einer zerfallenen Kirche träumt er zum zweiten Mal denselben Traum, dessen Ende offen bleibt. Der Traum zeigt ihm die Pyramiden von Ägypten, bei denen ein Schatz begraben liegen soll. Der junge Hirte beginnt, nach dem Sinn des Traums zu fragen. Der alte König, den er trifft, hilft ihm, eine Fährte zu finden. „Erst die Möglichkeit, einen Traum zu verwirklichen, macht unser Leben lebenswert“ sagt er zu Santiago, und das ist der Anstoß für den, seine Schafe zu verkaufen. Er macht sich auf die Reise zu dem fernen Traumziel, um seinen persönlichen Lebensweg zu suchen. Es ist eine „geheimnisvolle Kette“ von Ereignissen, die ihn von den fremden Menschen und Städten Nordafrikas in die große Weite der Sahara führt. Die Wüste zeigt ihm die ganze Landschaft seiner Seele von Zweifeln und Ödnis bis hin zur hellen Vision. Der Jüngling lernt die Zeichen und die Sprache der Welt zu verstehen. In der Oase dann begegnet er dem Alchimisten. Er hat das Wissen, weil er der Weltenseele nahe ist, und kennt deshalb auch das Geheimnis, wie Metall in Gold verwandelt werden kann. Er begleitet Santiago auf seinem Weiterritt durch die Wüste und lehrt ihn, die Stimme seines Herzens wahrzunehmen. So besteht der Jüngling die Gefahren auf seinem Weg und findet seinen Schatz. Das Ende seines Traums wird da Wirklichkeit, wo er zum ersten Mal geträumt hat – und doch weit davon entfernt.


Kai



